Mit dem Wohnmobil von Hamburg nach Afrika, von Gambia nach Guinea Bissau

Hallo zusammen, heute melde ich mich aus Dakar, Senegal. Leider konnte ich aus Guinea Bissau nicht direkt berichten, denn es war nicht möglich, eine Internet-Verbindung herzustellen.

Traum Strände wie Foto Tapeten und „Bumster“
Tropengrüsse Zunächst einmal möchte ich noch ein paar Bilder aus Gambia nachliefern. In der Gegend um Serrakunda gibt es einen traumhaften Tropen Strand, genauso einen, welcher in den 70-er Jahren die Foto Tapeten zierte. Man legt sich unter ein Palmenblatt in zucker weichen, hellen Sand und hört der Brandung zu. Bis die „Bumster“ erscheinen. Das sind junge, gut aussehende Männer, die den Touristen allerlei anbieten. Bier, Essen, Begleitung, Sex. Das Hauptziel der „Bumster“ ist es, nach Europa zu gelangen. Dafür benötigt man eine Frau, am besten eine, die den jungen Mann heiratet. Ich habe viele Frauen mit grauen Haaren gesehen, die von 20 zig jährigen Männern begleitet wurden. Warum die Männer das machen? Weil alle nach Europa wollen, dem Land des Reichtums und der Freiheit. Die Arbeitslosigkeit ist unglaublich hoch, und die Kriminalitätsrate auch. Um jedes Grundstück wird eine hohe Mauer gebaut,  um Diebstähle zu vermeiden. Wenn man also in seinem tropischen Paradies Garten sitzt, fühlt man sich dennoch wie ein Gefangener. Umgeben von hohen Mauern, bekommt man nichts von der Außenwelt mit.

National Park, Gambia

welcomtothedschungel Da ich aber etwas von Gambia sehen wollte machte ich mich auf den Weg in den Nationalpark. Dort bekommt man einen Eindruck von dem Dschungel, den es weiter im Landesinnern immer noch gibt. Dort hausen Krokodile und Hyänen. zootierhyäneSo eine Hyäne ist viel größer als man denkt, und ihr Gebiss ist furchterregend. So einem Wesen möchte man nicht in freier Wildbahn begegnen. In den Park gab es auch einen Baum, der von Geiern bewohnt wird. Geierbaum Die Geier wohnen aber  nicht nur in den Naturschutz Gebiet, sondern überall. Eines Morgens traf ich ein Pärchen vor unser Außentoilette an, aber bis ich den Fotoapparat hervorgeholt hatte, hatten sich die zwei in die nächste Palme verdrückt.

„Road-Kills“

Geiermahlzeit Am nächsten Tag hatte ich mehr Glück, da traf ich die Vögel bei einer Mahlzeit an. Von den „road-kills“ habe ich ja schon berichtet, und je tiefer man nach Afrika hinein fährt, desto mehr Tier-Unfälle gibt es. Die Ziegen, Schafe, Hühner, Kühe und Esel laufen frei herum, und queren ohne Vorwarnung die Straßen.zootiere1 Häufig sieht man gesprungene Scheiben und um gestürzte Autos am Straßenrand, da weiß man dann, das es einen Unfall mit einem großen Tier gegeben hat. Die Geier räumen dann die „road-kills“ auf.

Guinea Bissau
Nach einer Woche in Gambia machten wir uns auf den Weg nach Guinea Bissau, dem erklärten Ziel unserer Reise. Nachdem wir erfolgreich auch die letzte Grenze passiert hatten, wehte mir ein angenehmer Duft in die Nase. Dieses Land riecht wirklich gut, und das liegt an den Cashwew Bäumen, die Nüsse sind der Export-Schlager des Landes. Die Bäume blühen gerade, und verströmen einen berauschenden Duft. Die Cashwew wachsen an schönen Bäumen und bilden große Früchte aus, welche sehr gut schmecken. An der Spitze der Frucht sitzt  die Nuss, welche erst geschält und dann geröstet wird. Erst dann schauen sie so aus, wie man sie aus dem Laden in Deutschland kennt.

Der internationale Frauentag in Guinea Bissau

Wir waren erst 10 Minuten unterwegs, als wir von einer Truppe Frauen gestoppt wurden. Sie hatten mit einem Band die Straße abgesperrt und verlangten Geld, um die Weiterfahrt zu ermöglichen. Meine Anfängliche Empörung schlug in Begeisterung um, als man mir erklärte, so werde im Land der international Frauentag gefeiert. internationalerfrauentag So schauen sie aus, die Damen  von der Straßensperre, und ich würde diese schöne Idee gerne nach Hamburg importieren…
Nach etlichen Straßensperren und viel Gelächter erreichten wir das Dorf Braimassorie, welches sich auf keiner Landkarte findet, und zwischen Gabu und Bafata gelegen ist.

 

 

Das Leben in einem afrikanischen Dorf

Das Leben in diesem Dorf findet vor und hinter dem Haus statt, und wird von der Hitze des Tages bestimmt. In den frühen Morgenstunden ist es noch nicht so heiß, und in dieser Zeit wird die Arbeit erledigt. In dem Dorf gibt es weder fließend Wasser noch Strom, und so wird die Wäsche per Hand erledigt. waschtag Ebenfalls das Kochen findet am Vormittag statt, und das Ganze auf offenen Feuer. Die Hauptspeise ist Reis, den gibt es morgens, mittags und abends. kochen Es wird draußen im Koch haus gekocht, und das macht auch wirklich Sinn, den mittags wird es ca. 45 Grand warm. Am Morgen gibt es häufig eine Suppe aus Couscous, und dieser wird mit großen Holzstäben gestampft.

-coole Mädels-

Die Arbeit machen die Frauen, und die haben wirklich Muskeln :-). Überhaupt haben mir die Frauen und Mädchen ganz großartig gefallen, sie sind intelligent, fröhlich und cool. Hier der Bewies:coolemädels1   coolemädels2  coolemädels3

Die Mittagszeit ist durch große Hitze gekennzeichnet, und man muss 4  Stunden „Nichtstun“. Da gibt es dann die Zeit, sich die Haare zu machen. Die Frauen und Mädchen sprechen Fulla, die Sprache des Stammes. Mein Fulla beschränkt sich auf wenige Worte, und so sprachen wir mit Händen und Füßen. Natürlich wollten die Mädels mit eine ordentliche Frisur verpassen, und nach kurzem Zögern hab ich sie dann gelassen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen, ein echtes „African-Girl“. african-girl

Natürlich gibt es auch keinen Kühlschrank, der kühlste Platz ist das Lagerhaus. Es ist nach traditioneller Art mit Lehmziegeln und Strohdach gebaut und beherbergt Nuss- und Reis Säcke. Durch das Stroh Dach erhält man eine Art Klimatisierung. lagerhaus

Alle anderen Speisen gibt es von Tag zu Tag frisch. Am ersten Tag bekam ich eine Papaya geschenkt, die ich anfänglich für eine Wassermelone hielt. So eine große Papaya habe ich noch nie gesehen….
Nun lässt mich das Netz wieder hängen, und ich werde euch den Rest berichten, wenn das Netzwerk wieder steht. Viele Grüße an alle, und vielen Dank für euer Interesse!