Studieren ü. 50, kurz vor den Weihnachtsferien….

Es herrscht die Allgemeine Vorweihnachtliche Eile, auch unter den Studierenden. Denn auf einmal wird die ganze Sache richtig ernst. Ich muss eine wissenschaftliche Hausarbeit schreiben, ein Exposé über einen englischsprachigen Aufsatz, eine Hausarbeit in exemplarische Ethnographie, einen Politik Wissenschaftlichen Online Test und eine Klausur über empirische Sozialforschung was nichts anderes ist als die wissenschaftliche Grundlage der Statistik. Glaube keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast!
Das alles will bis Mitte Februar erledigt sein!
Die ersten Mitstudenten haben bereits das Handtuch geschmissen. Ich habe mal gegoogelt, wie hoch die Studienabbrecher Quote bei den deutschen Universitäten ist. Laut Statistik (hab nicht nachgeprüft ob die Zahlen reliabel sind) sind es 30%. Ich war echt schockiert. Die Zahl erscheint mir sehr hoch! Ich kenne es aus Aus-und Weiterbildung, das so 2-3 Leute abspringen, aber solche Zahlen???
Augenscheinlich kommen immer weniger Mitstudenten in die Vorlesungen und Tutorien. Wer auf jeden Fall fleißig am Ball bleibt, sind meine älteren Mitstudenten. Wer schon mal eine Ausbildung oder ein Studium gemacht hat, der weiß was auf ihn zukommt, hat sich bereits Lernstrategien angeeignet und schon mal was durchgezogen.
Dennoch fürchte ich die Klausuren welche auf mich zukommen, denn ich glaube ich habe noch nie eine solche Menge an Fachwissen aufnehmen (und wieder (mehr …)

Der erste Monat als Ersti ist geschafft…..

Glücklicherweise hat eine Erkältung mich niedergestreckt, sonst käme ich nicht zum Blog-Schreiben. Meine Tage bestehen aus lernen, lernen……
Da bleibt nicht viel Zeit für anderes. Nun schmerzt der Kopf und lässt keinen Raum zum Lernen. Da passt es besser, etwas Raum im Kopf zu schaffen.
Ich habe das Letzte Mal über Einsamkeit geklagt und habe dies zum Anlass genommen, in Begegnungen zu gehen.
Ganz vorne wäre da eine Studentenparty zu nennen, an der ich letzte Woche teilgenommen habe. Ja, ich fühle mich dann immer noch wie auf einem fremden Planeten. In Zwiegesprächen ändert sich das jedoch und es macht mir Freude, die unterschiedlichsten Menschen kennenzulernen. Auch an der Uni bemühe ich mich um Kontakt zu Menschen in höheren Semestern und aus anderen Fachrichtungen. Dafür braucht es eine gehörige Portion Offenheit, und das scheine ich bei den Ethnologen richtig gelandet zu sein.
Um ein Kultur verstehen und beschreiben zu können, braucht es den „Ethnologischen Blick“.
Dieser entsteht, wenn man/frau alle Kulturen als gleichwertig empfindet, sich seines eigenen Werturteilen und Vorurteilen bewusst ist und bereit ist die Kultur von innen heraus teilnehmend zu Beobachten. In den vergangenen Vorlesungen ging es um dieses Mal und um die Geschichte der Ethnologie die sich mit Kolionialismus, Rassismus und Evolutionismus auseinandersetzen muss.
Im (mehr …)

Aller Anfang ist schwer oder die Orientierungswoche an der Uni

Mein erster Uni Tag

begann mit einer offiziellen Begrüßung aller Studierenden der Fachschaft Kulturwissenschaften, in dem Hörsaal das Hauptgebäudes an der Edmund Siemers Allee (ESA).
Neben Ethnologen sitzen dort Archäologen, Musikhistoriker, Volkskundler, Kunst- und Kulturgeschichtler. Der Raum war pickepacke voll mit Erstsemestlern (Erstis), alle etwas nervös genauso wie ich. Ich schaute sehr oft durch den Raum, ob ich jemand gleichaltrigen entdecke, aber Fehlanzeige. Ich bin die Älteste. Kurz vor beginn der Veranstaltung setzt sich noch eine ältere Frau zu den Ethnologen. Ich schaue sie an, sie mich, kurzes Lächeln, dann beginnt die Begrüßung. Alle Gruppen bekommen zwei Tutoren zugeteilt und anschließend geht es ab, ins Fachschaftsgebäude.
Unser Haus ist sehr schön, denn es wachsen Bäume darin. So schaut es aus:

Fachschaftsgebäude Kulturwissenschaften

Es liegt an der Edmund Siemers Alle im Flügelgebäude West und heißt somit ESA W.
Wir wurden in einen recht großen Unterrichtsraum geführt, der mit 50 angehenden Ethnologen komplett überfüllt war. Wir bekamen den Stundenplan für die Orientierungswoche (OE) und begannen mit den ersten Kennenlernspielen. Das hörte sich interessant an, was meine neuen Kollegen (Kommilitonen) zu sagen hatten, auch wenn Sie alle so viel jünger sind als ich.

Ich gebe zu, an diesem ersten Tag fühlte ich mich wie auf dem Mars (mehr …)