Das 2. Semester ist geschafft!

Nun ist es vollbracht, das 2. Semester, und endlich findet sich Zeit zum Blog schreiben. Die letzten Wochen waren geprägt von Klausur Vorbereitungen und Dauer-Lernen. Wenn ich etwas nicht mag, dann ist es auswendig lernen. Ich finde es total unsinnig, denn es ist das Gegenteil von begreifen. Ich persönlich verstehe die Dinge lieber, und gebe sie dann in meinen eigenen Worten wieder. Ich habe den Eindruck, dass die Universität sehr verschult ist, und das Auswendig lernen fördert. Ebenso herrscht ein großer Notendruck, denn will man/frau den Master machen, muss eine gute Note her. Auch ich selbst habe einen Moment gebraucht, bis ich es wieder raus hatte, dass Noten im Leben keine wichtige Rolle spielen. Dennoch machen Noten (in Schule, Ausbildung und Universität) etwas mit dem Selbstwertgefühl, und sie unterstreichen die Hierarchien und Abhängigkeit.

Ein kurzen Ausflug zu den Lerninhalten den Semesters.
Religionsethnologie: In allen Religionen gibt es Rituale, Symbole und Mythen. Religionen sind auch kleine Gemeinschaften, diese müssen auch kein Buch haben. Religionen an und für sich ist schon eine wertende Beschreibung. Warum gibt es Religionen? Da streiten sich die Gelehrten und es gibt die unterschiedlichsten Erklärungsansätze. Eins scheint mir auch hier universell: der Wunsch zu erklären wo wir herkommen (mehr …)

Im 2. Semester angekommen!

So ihr Lieben, bestimmt haben schon einige gedacht, ich habe das Handtuch geworfen, Ihr hört ja nichts mehr von mir. Das liegt daran, das das 2. Semester begonnen hat und, Überraschung, genau so viel zu arbeiten ist wie im 1. Semester. Nur ganz anderes dieses Mal. Wissenschaftliches Englisch lernen, heißt nun die Herausforderung. Denn die meisten papers in der Ethnologie sind auf englisch geschrieben. Gerne auch mal Texte von 1922. 40 Seiten durchlesen für die nächste Woche, das ist nun die Regel. Und das für jedes Seminar! Dieses Semester habe ich folgende Seminare gebucht, Religions Ethnologie, Wirtschafts Ethnologie, Quantitative Forschung, Historische Ethnologie und aktuelle Populismus Theorie. Das letzt genannte Seminar belege ich im Nebenfach Politik-Wissenschaften, und dieses Seminar macht so richtig Spaß. Offene politische Diskussion, das AFD Parteiprogramm auf populistische Aussagen prüfen, das ist ganz mein Ding. Aber auch auf die Religions Ethnologie lohnt sich der Blick, und es ist spannend den Bereich Animinsmus näher zu betrachten. Dieser beschreibt den Glauben an Naturgeister, und wer wie ich seine Verbundenheit mit der Natur spürt, wird diesem Konzept zugeneigt sein. In Wirtschafts Ethnologie geht es um die Begriffe Waren und Gaben, und welche Auswirkungen diese auf die jeweilige Gesellschaft haben. Gestern las (mehr …)

Studieren ü 50, zurück aus den Winterferien-rein in die Klausur Vorbereitung

Ich melde mich zurück aus den Weihnachtsferien, eine Pause, die dringend nötig war. 2 Wochen aus meinem alten Leben, in dem es noch keine Universität gab. 2 Wochen, in denen ich mir viel Abstand gönnte, und die gesammelten Studien Unterlagen einfach unter mein Bett schob. Stattdessen Familien Zeit und Schlittschuhlaufen. In den Weihnachtsferien ereignete sich für eine meiner Kommilitoninnen eine familiäre Katastrophe, das jüngste Kind erkrankte sehr schwer. Unser Semester hat Geld eingesammelt, um der Familie etwas schönes davon zu kaufen. Nicht weil die Familie so dringend etwas schönes braucht, sondern wegen der sozialen Kraft, die dieser Gabe innewohnt. Somit wären wir dann bei den Klausur Vorbereitungen, denn das sind Formulierungen, die müssen sitzen. Was ist ein Warentausch, was ist ein Gabentausch? Warum wird gegeben, warum wird erwidert? Alles Fragen, die sich die Ethnologen weltweit stellen. Dann beobachten sie die Menschen (Feldforschung) und schreiben anschließend eine flotte Monographie (Buch) über die gewonnen Daten und Erkenntnisse.
Zurück zu der sozialen Kraft, die der Gabe innewohnt. Die habe ich bei der Sammlung ganz deutlich gespürt. Unser erstes Semester reduziert sich weiter und die verbleibenden Studenten kommen in einen engeren Kontakt. Das ist ein schöner Prozess, und ich versuche vorsichtig daran teilzuhaben.
Morgen bekommen (mehr …)