Studieren ü. 50, kurz vor den Weihnachtsferien….

Es herrscht die Allgemeine Vorweihnachtliche Eile, auch unter den Studierenden. Denn auf einmal wird die ganze Sache richtig ernst. Ich muss eine wissenschaftliche Hausarbeit schreiben, ein Exposé über einen englischsprachigen Aufsatz, eine Hausarbeit in exemplarische Ethnographie, einen Politik Wissenschaftlichen Online Test und eine Klausur über empirische Sozialforschung was nichts anderes ist als die wissenschaftliche Grundlage der Statistik. Glaube keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast!
Das alles will bis Mitte Februar erledigt sein!
Die ersten Mitstudenten haben bereits das Handtuch geschmissen. Ich habe mal gegoogelt, wie hoch die Studienabbrecher Quote bei den deutschen Universitäten ist. Laut Statistik (hab nicht nachgeprüft ob die Zahlen reliabel sind) sind es 30%. Ich war echt schockiert. Die Zahl erscheint mir sehr hoch! Ich kenne es aus Aus-und Weiterbildung, das so 2-3 Leute abspringen, aber solche Zahlen???
Augenscheinlich kommen immer weniger Mitstudenten in die Vorlesungen und Tutorien. Wer auf jeden Fall fleißig am Ball bleibt, sind meine älteren Mitstudenten. Wer schon mal eine Ausbildung oder ein Studium gemacht hat, der weiß was auf ihn zukommt, hat sich bereits Lernstrategien angeeignet und schon mal was durchgezogen.
Dennoch fürchte ich die Klausuren welche auf mich zukommen, denn ich glaube ich habe noch nie eine solche Menge an Fachwissen aufnehmen (und wieder (mehr …)

Studium ü 50, die ersten 2 Monate geschafft

Der aufmerksame Leser wird es schon bemerkt haben, die Abstände der Blog Einträge werden länger. Das ist zum Einem dem ständigen Lernen geschuldet, zum Anderen aber dem emotionalen Stress.
Wieso der emotionale Stress?
Wegen der Finanzen, wie so oft als Alleinerziehende. Ich habe ja glücklicherweise ein Stipendium der SBB erhalten, ein Begabtenförderungswerk. Das ist super! Leider zahlt der SBB das Stipendium erst in der Mitte des Quartales aus. Das heißt, das ich bis Ende November ohne Geld dastand. Und das Geld, was nun gekommen ist, muss ja die nächsten 3 Monate reichen, bis zur Mitte des nächsten Quartales. Das heißt wiederum, dass ich die Schulden, die ich seit Anfang Oktober gemacht habe, gar nicht zurückzahlen kann. Der Wohngeldantrag kann erst weiter bearbeitet werden, wenn das Geld des Stipendiums auf dem Konto auftaucht.
Damit ist schon irgendwie klar, das ein Studium für arme Menschen nicht finanzierbar ist. Wer wie ich aus dem Hartz IV Bezug kommt, konnte keine Rücklagen bilden. Dennoch müssen vor Studienbeginn 300 € Studiengebühren bezahlt werden, sonst bekommt man keine Immatrikulationsbescheinigung. Ohne Imma-Bescheinigung bekommt man kein Stipendium ausgezahlt, kein Wohngeld und auch keine Fahrkarte. Dann noch Miete vorauslagen, Lebenshaltungskosten, Stifte, Papier, Bücher, Hefter, Druckerpatronen….
Ganz schweres Gelände, wenn man keine Eltern hat, die (mehr …)

Nach den ersten 2 Wochen an der Uni….

…..habe ich so viele Eindrücke gewonnen, dass es mir schwer fällt diese alle hier wieder zu geben.
Also, erst mal das was oben auf liegt….ich bin ganz schön einsam an der Uni, meine Mitstudenten sind im Schnitt 20-30 Jahre jünger als ich, das scheint eine echte Hürde zu sein. Zu groß die Unterschiede in den Lebenswelten. In vielen Kursen sitzen Kontakt Studenten, die meisten sind in Rente. Als Kontakt-Studentin habe ich vor 2 Jahren auch angefangen und da war ich in beiden Kursen die Jüngste. Das Kücken zu sein hat mir gut gefallen und ich komme von Haus aus ja gut mit Senioren klar. Für mich sind 20 Jahre mehr keine große Hürde….Jedenfalls traf ich letzte Woche auf eine Kontakt-Studierende, die ihren Mann gepflegt hat, der an was erkrankt war? Genau, an Demenz. Komisch, sieht man mir das an?
Nun halte ich Ausschau nach anderen alten Menschen, damit ich auch mal Gesellschaft beim Mittagessen habe.
So nun ein paar Infos zu meinem Hauptfach Ethnologie:

Buch Bissau, Bib Kulturwissenschaften

Zu meiner Überraschung musste ich feststellen, das schon jemand in Guinea-Bissau geforscht hat. Allerdings, so würde ich es heute sagen, nicht wirklich wissenschaftlich.
In Ethnologie geht es zuerst einmal darum, einen neutralen Blick auf die (mehr …)