Am Strand, Algave-Portugal

Algave-Strand

Nachdem ich mir genug Gedanken über die Bauruinen gemacht hatte, forderte ich meine Reisebegleitung nachdrücklich auf an den Strand zu wollen. Schließlich hatte ich ja Urlaub!

Dieser kratzte sich sorgenvoll am Kopf. So einfach ist der Strandbesuch an der Algave nämlich nicht. Entweder man nimmt die Fähre zu einem der Badeinseln,

so sieht sie aus,

Algave-strandfähre

 

und so von Innen. Die Fähre würde in Hamburg im „Museumshafen Övelgönne“ stehen, hier versieht sie aber täglich ihren Dienst.

Algave-fähreinnen

 

Oder man nimmt das Auto und fährt rund 40 Kilometer, wo man das offene Meer erreicht, oder man nimmt einen langen Fußmarsch über die Salzfelder in kauf. Über die Salzfelder erzähle ich euch in meinem nächsten Beitrag.

Wir entschieden uns für die Fähre und die Badeinseln, denn ich liebe es auf dem Meer zu sein.

Auch Strand, du bist einfach wunderbar. Jede Welle spült die Sorgen von daheim davon. Jede Muschel ein Stück lebendig gewordenes Meer!

Algave-strandmuschel

 

Ach Freude des Lebens, unter einem Sonnensegel oder in der Hängematte. Ein Beachclub, mit sanft wummernder „House-Mucke“, tauchte unverhofft im Weiten nichts der Dünen einer Badeinsel auf. Ein Platz, um stundenlang abzuhängen.

Algave-beachclub

 

Oh abendliches Glitzern des Meeres, du bist unbezahlbar schön.

 

 

 

 

Algave-strandabend

 

Und ach, es war einfach unbeschreiblich heiß. Immer zwischen 30° und 40° C, nur im Wasser und im (mehr …)

Häuser und Bausubstanz an der Algave, Portugal

Nachdem ich ausgiebig die Grafittis bewundert hatte, viel mir die Bausubstanz ins Auge.

Algave-ruine2

Es gibt unzählige baufällige Häuser und Bauruinen, in allen Größen und in allen Lagen.

Algave-ruine1

Mitten in der Stadt,

Algave-ruineBerg

oder einsam auf einem Berg.

Algave-ruineneubau

 

Ein halbfertiges Apartmenthaus in Hafen Nähe.

Als einzige Bewohner genießen herrenlose Katzen die alten Gemäuer,

Algave-ruinebewohner1

oder wilde Tauben.

Algave-ruineBewohner

Ich fragte erst mich selbst, wie es zu diesem maroden Zustand kommen konnte. War es die wirtschaftliche Lage allgemein, die die Sanierung alter Häuser unmöglich machte? Ich fragte meine Reisebegleitung, welcher für längere Jahre in Portugal gelebt hat. Und er erklärte mir, das auch neben fehlendem Geld, Erbschaftsstreitigkeiten häufig ein Grund für den Verfall sei. Die Erben könnten sich nicht über die Verwendung des Hauses einigen, und so verfallen die Häuser im Laufe der Jahre und Jahrzehnte.