Super Stellplatz für unser Wohnmobil in Ligurien

Ich hatte ja versprochen, von unserem großartigen Stellplatz für Lau zu berichten.
Also los geht´s:
Stellp.ReiheWir befinden uns in Imperia, Italien, in einem Örtchen zwischen Genua und San Remo. Als wir in den Ort hinein fuhren, sahen wir eine Reihe Wohnmobile, in Strand nähe geparkt. Wir suchten fast eine halbe Stunde, um die Zufahrt zu finden. Diese ist versteckt, hinter einem Parkplatz und Industriegelände. Dort findet sich eine lange Reihe Parkbuchten, von Oleandern umstanden. Jedes Wohnmobil hat sich eine Parkbucht „erobert“ und somit mehr Platz zur Verfügung, als jeder Campingplatz bietet. So parkten wir unseren Bus in einer freien Oleander-Bucht.

BusStellpl.

Wir erkundigten uns bei einem Wohnmobilisten nach Wasser, und er wies uns den Weg zum zentralen Wasserspender. Da ist er: waschwasser Unsere nächste Frage galt dem Essen.. „Wo denn der nächste Supermarkt sei“?, fragten wir unseren neuen Nachbarn. Gleich um die Ecke, 3 Minuten mit dem Fahrrad. Wir waren begeistert und begannen unsere Oleander Bucht mit Leben zu füllen. Stellpl.Backyard Wir entdeckten, das es jede Menge  Leben in unserer Bucht gibt, sogar Gemüse: tomatenimbusch Geht man von unserer Bucht rechts herum, dann landet man bei einem schönen Cafe´mit free Wi-Fi. Von dort schreibe ich gerade, bei einem

Lattte M. für zivile 1,50€. wificafe Das Cafe´gehört zu einem öffentlichen Park mit Laufbahn, Fitnesstrecke und Kinderspielplatz. sportpark Von dort führt ein kleiner Fußweg in 2 Minuten zum Strand, mit schwarzen Kieseln und klarem Wasser. Der Strand wird fast nur von Italienern besucht, was mir mal wieder Gelegenheit gibt, die Menschen zu studieren. Die Italienerin scheißt auch was auf „Winkefleisch“ (genau wie die Portugiesin) und sitzt auch mit 70 im Bikini am Strand. Außerdem sind hier auch die Senioren tätowiert, und der Smartphone Gebrauch ist auch jenseits der 70 durchaus üblich. Die Italienerin hat immer eine super schicke Sonnenbrille auf, und trägt flotte weiße Sommerkleidchen. Hunde, die in jede Handtasche passen, sind auch in Italien große Mode. Sie werden zum Strand getragen und ausgiebig gebadet. Der italienische Herr trägt oben ohne, in jedem Alter, und mit jedem Bauchumfang. Gerne auch ein Kettchen dazu. Unser Strand sieht so aus: badebuchtimperia und zum Vergleich:

So sieht es in der nächsten Bucht aus DSC01690

Wenn man aus unserer Buch rechts rum geht, kommt man zu einer Pizzaria, bei der man für 7.50€ eine riesen Pizza essen kann pizzaria.
Die Abende verwöhnen uns mit schönen Sonnenuntergängen, und ich kann es kaum glauben, das das alles nix kostet.
turmbackyard

Kein Platz Wächter, keine Schilder, keine Grenzen…ein Stückchen Freiheit für die Reisenden! Obwohl völlig unbewacht und ohne Regeln, funktioniert die Gemeinschaft auf dem Platz hervorragend! Alle achten aufeinander, der Müll wird ordentlich sortiert und getrennt, die Musik am Abend runtergedreht…so schön kann Anarchie sein. Wir sind die einzigen Ausländer, und werden von unseren Nachbarn mit Gemüse, Limonade und guten Tipps bedacht.

Nach einigen Tagen entdeckte ich, das der Park auch eine Trinkwasser Versorgung hat, mit gutem Quellwasser aus Imperia. aquadeimperia
Ich stand gerade am linken Wasserspender um meine Flasche aufzufüllen, als ich aus den Augenwinkeln einen Typen auf einem Bein angehüpft kommen sah. Die Hand des Mannes hielt seinen linken Fuß umklammert, welcher in einem Bade Latschen steckte. Ich schaute noch ein bisschen weiter nach rechts, und sah ein laufendes Motorrad an der Straße stehen. Ich folgerte sofort: klarer Fall von Dicken Onkel am Auspuff verbrannt. Der hüpfende Typ hatte inzwischen die Trinkwasser Stelle erreicht, drückte panisch den Wasser Knopf und versuchte, Wasser mit den Händen auf seinen verbrannten Fuß zu schaufeln. Doch offensichtlich reichte das nicht, denn er stellte kurzerhand den ganzen Fuß unter den Trinkwasser Spender. Erleichterung machte sich auf seinem Gesicht breit, auf meinem starke Erheiterung, und auf den Gesichtern der nachstehenden Wasser Zapfer, Ekel.
Ich lachte noch über die Story bis in den Abend hinein, wo ich eine klein Radtour in die Altstadt von Imperia unternahm. Die ist auch schön anzuschauen, und mit diesen schönen Bilder sag ich erst mal „Tschüß“ für heute. Ess-Gasseminidomgassenimperia