Mit dem Wohnmobil in Grömitz, Schleswig-Holstein

Am Dienstag konnte ich endlich zu meiner ersten Probefahrt aufbrechen.
Ich hege seit jeher eine Schwäche für Grömitz, und in meinem Buch „wo Huhn und Eule sich gute Nacht sagen“, hat Grömitz auch ein Literarisches Denkmal bekommen.
Also, auf nach Grömitz in Schleswig-Holstein. Da ich ja nun eine Dusche an Bord habe, wollte ich einen Stellplatz ausprobieren. Die sind nämlich deutlich günstiger als ein Campingplatz. Der erste Stellplatz befand sich direkt am Strand, auf einer großen Sandfläche, kein Baum weit und breit. Das gefiel uns nicht. Auch war der Parkplatz am Lenster Strand sehr gut besucht. Viel Lärm, wenig Privatsphäre.
Weiterfahrt Richtung Cismar, zum Henriettenhof. Dort gibt es Stellplätze auf der Wiese. Die waren aber leider schon BESETZT. Ein Schild, welches man in Ostholstein in den Sommerferien ständig sieht. Auf meinem Weg sah ich ein Wohnmobil Zeichen rechter Hand, selbst gemalt, und es wies den Weg nach Kirchhatten, einem Dorf zwischen Wäldern und Feldern.

Dort befindet sich ein Bilderbuch Bauernhof.
Das Haupthaus: bauernhauskattenberg

Der Garten: bauerngarten1

 

Die Beete: Bauerngarten

Es gibt 7 Stellplätze, mit Strom, wenn man möchte, WC und fließend Wasser.
Es steht sich dort einfach ganz wunderbar, und so blieben wir 4 Tage. Der Bus hat einen Radträger, und wir hatten unsere Räder mit dabei. Wir fuhren rund 5 km bis zum Strand. Durch Wälder und Felder, vorbei an Kühen, Schweinen, Gänsen, Hühnern und was sonst noch so auf dem Lande lebt.
busveranda Der Bus funktioniert hervorragend. Der Boiler beschert uns warmes Wasser und jeden Morgen eine angenehme Dusche. Der Kühlschrank funktioniert tadellos. Der Regen ging spurlos an dem Bus vorbei, nur die Markise hat ein wenig gelitten. Ich habe großartig geschlafen, der Regen trommelte mir ein schönes Lied auf mein Dach.

Ich bekam wie immer 1000 Tipps von Mitreisenden, und gab selbst welche. Die Gemeinschaft unter den Reisenden ist und bleibt schön, und hilfsbereit.

Lämmerflucht Jeden Morgen und Abend bekamen wir Besuch von 2 Lämmern. Die Beiden waren klein und schlau genug, durch 3 Löcher in den Zäunen zu schlüpfen. Jedes Mal, wenn die Herde das Fehlen der Kleinen bemerkte, fingen sie wie blöd an zu „mähen“. Die Kleinen antworteten mit „mäh-mäh“, aber das schien nicht ok zu sein. Die Herde gab keine Ruhe mit Rufen, bis die Kleinen zurück geschlüpft waren.

Sehr zu empfehlen ist der Strand am Klostersee. Wer keine Pommesbude in der Nähe braucht, ist hier super aufgehoben. Das Parken ist gratis, und man muss nur einmal übern Deich und dann:

strand Klostersee

Ach, schön war die Probe Tour, und nur mit schwerem Herzen kehre ich nach Hamburg zurück. Aber nicht für lange, bald geht es weiter.
An alles habe ich gedacht, nur nicht ans Panzer Tape…fahrt bloß nie ohne los!