mit dem Wohnmobil von Hamburg nach Afrika, ein Bericht aus der Sahara

Die Schönheit der Sahara

Heute melde ich mich aus den Tiefen der Sahara. Seit 2 Tagen haben wir endlich die Sonne erreicht. Wüstesonnenfleck

 

womowüstehimmelSo schaut sie aus, die erste Begegnung mit dem Abendhimmel in der Wüste. Auch der Nachthimmel ist genau so schön, wie alle sagen. Er ist sternenklar und riesengroß. Wunderbar weit, eine Entspannung für das gestresste Großstadt-Auge. Von Tiznit fuhren wir weiter Richtung Layoun.

L200wüste

Der L 200 mit Tischer Aufsetzkabine in der Wüste

In der Sahara gibt es nicht viel zu sehen, vor allem weite und öde Landschaften. Da freut man sich über Abwechslung: WüsteKamel

Fährverbindung Gran Canaria-Layoune

Schiffswrakwüste  Dies ist das Schiffswrack einer Fähre, die einst zwischen Gran Canaria und Layoun verkehrte. Die Strecke soll nun wieder aufgenommen werden, und die Menschen hoffen auf Touristen und etwas bessere Geschäfte.

Camping in der Wüste, die Villa Bens in

400 km in Deutschland sind ein Klacks, hier in der Wüste werden sie quälend lang. So war ich überaus erfreut, als sich kurz vor Tafaya ein Campingplatz zeigte. Die Villa Bens. Geführt wird sie von einem Ehepaar, welche ein kleines Kunstwerk mitten in der Wüste geschaffen haben.

CampingTafaya  Campingtafaya2

Der Strom wird abends mit dem Generator hergestellt, und erinnert einen daran, das Strom aus der Steckdose ein echter Luxus ist. Ab sofort freue ich mich jeden Tag über mein Solar-Panel. Es funktioniert prima. Süßwasser gibt es nun auch nur noch zu kaufen, und der erste Morgen erinnerte mich schmerzlich daran. Wir hatten vergessen welches einzukaufen. Glücklicher weise hatten wir noch 5 Liter Portugal Wasser an Bord, wo ich uns dann ein Töpfchen abkochte. Was mich überraschte ist, das es in der Sahara jede Menge Wasser gibt. Salzwasser. Das Meer ist gleich nebenan, und die Strände sind unendlich weit und menschenleer.

TafayaMeer

Weit und breit keine Menschenseele, abgesehen von einzelnen Fischern und Beduinen, die in der Wüste leben. Manchmal sehe ich einen Menschen durch die Wüste laufen, es gibt aber weit und breit keine Behausung zu sehen. Wo will er hin, wo kommt er her? Ein Rätsel….

Auch die Vegetation ist ein Rätsel. Es gibt nur sehr wenige Pflanzen, sobald aber eine kleine Pfütze irgendwo entsteht, wächst gleich eine Palme. Die typischen Wüstenpflanzen sehen aber eher so aus:

Wüstepflanzen Es scheint mir, als würden sie sich nur von der Feuchtigkeit des Meeres ernähren.
Nun befinden wir uns auf dem Weg nach Dakhlar, der letzten großen Stadt in Marokko. Danach kommen nur noch Dünen, und das Land Mauretanien. Wann auch immer ich wieder wifi finde, werde ich schreiben.