Damit Sie sich ein lebendiges „Bild“ von meiner Arbeit machen können, möchte ich Ihnen hier ein Kommunikations anregendes Märchen vorstellen. Gerne fertige ich Ihnen nach individuellen Wünschen ein Märchen oder eine Erzählung an. Es können Themen, Personen oder auch Träume und Hoffnungen sein, die Sie bewegen. Die Erzähl-Form des Märchens gibt ihnen Raum für einen anderen Blick auf die Dinge, und schafft gleichzeitig eine bleibende Erinnerung.

 

 

Mut zur Veränderung

Lesen verändert…

Es war einmal eine kleine, recht fette Raupe. Der Körper der Raupe war signal-rot und am hinteren Ende mit einem großen, schwarzen Stachel bewehrt. Ihre vielen, winzigen Beinchen waren ebenfalls  schwarz. Ihre Augen aber, hatten einen goldenen Glanz.
Das Zuhause der Raupe war ein riesiger Erdbeerbaum. Sie liebte es, die roten und süßen Früchte zu verspeisen, und wenn sie sich zum Schlafen zusammenrollte, sah sie selbst ein wenig aus wie eine Erdbeere.
Im Großen und Ganzen war die Raupe mit ihrem Leben zufrieden. Wenn da nicht die Einsamkeit gewesen wäre. Denn die anderen Tiere hielten die Raupe aufgrund ihres Erscheinungsbildes für gefährlich. Jedes Mal, wenn die Raupe einen Käfer oder eine Spinne ansprach, nahmen diese Reißaus. Sie sah so giftig und gefährlich aus, dass sie nicht einmal gefressen wurde. Als es der Raupe mit der Einsamkeit zu viel wurde, fasste sie einen Entschluss: Sie würde den Erdbeerbaum verlassen, und sich auf die Suche nach einem Freund machen.
„Irgendwo muss es doch jemand geben “, dachte sie sich, „ der keine Angst vor mir hat.“
So machte sie sich auf den Weg.

Die Raupe hatte noch niemals den Erdbeerbaum verlassen, und somit keine Ahnung, dass der Baum Teil der Orangerie des Schlosses „Victorias Garden“ war. Gleich hinter der Orangerie schloss sich die Bibliothek an. Sie krabbelte den Erdbeerbaum hinab, durchquerte die Orangerie, und lief auf ihren kleinen Beinchen schnurstracks Richtung Bibliothek. Niemals zuvor hatte sie ein Buch gesehen, geschwiege denn, eine ganze Bibliothek. Entsprechend verwirrt war sie beim Anblick der vielen Bücher. Sie hielt einen Moment inne, um die neuen Eindrücke aufzunehmen. Es roch angenehm in diesem Raum, es gab gemütliche Sessel und große Eichentische. Überall lagen und standen Bücher, aufgeschlagen oder geschlossen,  mit goldenem Einband oder auch mausgraue. Sie krabbelte entschlossen auf einen Eichentisch, und bestieg vorsichtig ein aufgeschlagenes Buch mit goldenem Einband. Sie setzte sich auf ihren recht fetten Hintern, klappte den Stachel auf die rechte Seite und betrachtete aufmerksam die Buchstaben.