Im 2. Semester angekommen!

So ihr Lieben, bestimmt haben schon einige gedacht, ich habe das Handtuch geworfen, Ihr hört ja nichts mehr von mir. Das liegt daran, das das 2. Semester begonnen hat und, Überraschung, genau so viel zu arbeiten ist wie im 1. Semester. Nur ganz anderes dieses Mal. Wissenschaftliches Englisch lernen, heißt nun die Herausforderung. Denn die meisten papers in der Ethnologie sind auf englisch geschrieben. Gerne auch mal Texte von 1922. 40 Seiten durchlesen für die nächste Woche, das ist nun die Regel. Und das für jedes Seminar! Dieses Semester habe ich folgende Seminare gebucht, Religions Ethnologie, Wirtschafts Ethnologie, Quantitative Forschung, Historische Ethnologie und aktuelle Populismus Theorie. Das letzt genannte Seminar belege ich im Nebenfach Politik-Wissenschaften, und dieses Seminar macht so richtig Spaß. Offene politische Diskussion, das AFD Parteiprogramm auf populistische Aussagen prüfen, das ist ganz mein Ding. Aber auch auf die Religions Ethnologie lohnt sich der Blick, und es ist spannend den Bereich Animinsmus näher zu betrachten. Dieser beschreibt den Glauben an Naturgeister, und wer wie ich seine Verbundenheit mit der Natur spürt, wird diesem Konzept zugeneigt sein. In Wirtschafts Ethnologie geht es um die Begriffe Waren und Gaben, und welche Auswirkungen diese auf die jeweilige Gesellschaft haben. Gestern las ich ein paper über das perfekte Geschenk, eine amerikanische Ideologie. Das perfekte Geschenk transportiert die Gefühle des Schenkenden zum Beschenkten, muss immateriell von hohem Wert sein und gibt eine Definition über die Beziehung der beiden Personen. Der Schenkende steht nun vor der Herausforderung, eine Massenprodukt, eine Ware welche er kauft, in eine persönliche Gabe zu verwandeln. Diese geschieht in unserer Gesellschaft gerne durch das Hervorheben der Umstände, unter welchem das Geschenk besorgt wurde: „total überfüllte Innenstadt, stundenlang gesucht, nur dieser ein Pulli ist der einzig Richtige für dich, war schon fast ausverkauft…“, wer kennt das nicht.

So nun noch kurz zum 1. Semester. Das habe ich erfolgreich abgeschlossen, alle Prüfungen bestanden. Dort, wo es eine Wertung gab, habe ich Noten zwischen 1 und 2 eingefahren, das kann sich sehen lassen, vor allem bei meinem Stipendiums Geber. Dort muss ich jedes Semester die Leistungsnachweise einreichen, und beweisen, das die ihr Geld nicht zum Fenster raus werfen. Im 1. Semester habe ich ein Essay geschrieben, welches Ihr hier einsehen könnt. Essay über einen Artikel, welcher das „Alleine“ Leben von Frauen beschreibt. Als Beispiel dient eine Gesellschaft einer Indonesischen Insel, in welcher 20 % der Frauen unverheiratet bleiben. Essay: What does it mean to be alone Ich finde den Text ganz gelungen. Beim Lesen des Textes verfolgte mich die ganze Zeit die Frage, ob ein Leben ohne Sex möglich ist. Das Essay geht auch dieser Frage nach.http://toleranz-manufaktur.com/wp-content/uploads/2019/02/What-does-it-mean-to-be-alone-Essay.pdf

Ich muss sagen, das ich nach wie vor mit der Wahl meiner Studienfächer zufrieden bin. Dennoch bringt mich das Studium immer wieder an meine Grenzen. Wenn ich diese spüre, sorge ich für eine Unterbrechung des Lernens. Dann schwänze ich ein halbes paper, und gehe an die Elbe, den Wassergeistern lauschen.

So dear ones, some have already thought, I stopped university, you hear nothing more from me. That’s because the 2nd semester has begun and, surprisingly, just as much work is as in the first semester. Only completely different this time. Learning scientific English is now the challenge. Because most of the papers in anthropology are written in English. I have to read texts from 1922. 40 pages for the next week, that’s the rule. And that for every seminar! This semester, I have booked the following seminars, Religions Ethnologie, Wirtschafts Ethnologie, Quantitative Research, Historical Ethnology and Current Populism Theory. I took the last mentioned seminar in the minor subject Political Science, and this seminar is really fun. Open political discussion, the AFD party program to test populist statements, that’s quite my thing. But it is also worthwhile to look at religion ethnology, and it is exciting to take a closer look at the area of ​​animinsmus. This one describes the belief in nature spirits, and who, like me, feels his attachment to nature, will be inclined towards this concept. Economic Anthropology deals with the concepts of goods and gifts, and what effect these have on the respective society. Yesterday I read a paper about the perfect gift, an American ideology. The perfect gift transports the recipient’s feelings to the recipient, has to be of high value and gives a definition about the relationship between the two persons. The donor now faces the challenge of turning a mass product, a commodity he buys, into a personal gift. This is done in our society by highlighting the circumstances under which the gift was provided: „totally crowded downtown, searched for hours, only this one sweater is the only right thing for you, was almost sold out …“, who doesn´t now situations like that.

So now for the first semester. I have successfully completed this, passed all exams. There, where there was a rating, I have grades between A and B retracted, that is something to be proud of, especially with my scholosrship giver. Every semester I have to hand in the proof of achievement and prove that they do not throw their money out the window. In the first semester I wrote an essay, which you can see here. I find the text quite successful. As I read the text, I was constantly pursued by the question of whether a life without sex is possible. The essay also addresses this question.
Essay über einen Artikel, welcher das „Alleine“ Leben von Frauen beschreibt. Als Beispiel dient eine Gesellschaft einer Indonesischen Insel, in welcher 20 % der Frauen unverheiratet bleiben. Essay: What does it mean to be alone

I have to say that I am still satisfied with the choice of my subjects. Nevertheless, my studies bring me to my limits again and again. When I feel this, I am interrupting learning. Then I tquit half of a paper and go to the Elbe, listening to the water spirits.