Die Lesebühne im Café Kult

Ich habe schon oft in der Öffentlichkeit gelesen, aber auf einer Lesebühne zu lesen, war eine ganz neue Erfahrung.
Eine Lesebühne geht folgendermaßen: Man nehme einen schönes Café, eine Bühne oder andere freie Stelle, platziere einen Stuhl in der Mitte, und lade Autoren ein. Diese dürfen dann ihre Texte dem geneigten Café Publikum vortragen, meist steht das Thema des Abends vorher fest. In diesem Fall lautete das Thema  „Novemberblues“.
Im Café Kult in Hamburg-Langenhorn fand die Lesebühne statt, wer mitmachen wollte, musste sich eine halbe Stunde zuvor melden. Der Text sollte nicht länger als 8 Minuten sein. Es meldeten sich 2 Autorinnen an, und eine weitere Autorin führte durch den Abend. Die Dame, welche durch den Abend führte heißt Cleo Nox. So sieht sie aus, wenn sie liest:

cleo nox

Sie las eine Geschichte über eine Gestalt in den November Nebeln, die mir gut gefiel, und mich noch heute fragen lässt, wer die Gestalt in den Nebeln wohl war.

Danach folgte die König der Texte aus dem Text-Labor Bergedorf mit einem sehr persönlichen Text. Natürlich war mir die Königin sofort aufgefallen, denn sie schaut halt aus wie eine echte Königin:
Königdteste

Ich hab´sie blöderweise mit einer Prinzessin verwechselt, das fand sie gar nicht lustig.

Anschließend gab es ein wirklich tolles und lustiges Gedicht von Tanja Wenzel: Es hieß „Lametta“ und handelte von selbigen, und einer Dose Sauerkraut. Den Rest überlasse ich eurer Phantasie.

TanjaWnezel Tanja Wenzel

Tja, und am Schluss war ich an der Reihe. Als Special Gust habe ich erst einmal was zu meinen beiden Bücher von Huhn und Eule erzählt und natürlich Werbung für das neue Hörbuch gemacht. Worauf ich mich aber den ganzen Abend freute ist, das ich einer meiner neuen Geschichten vorlesen durfte. Ich habe Geschichten über die erste und große Liebe eingesammelt, und möchte daraus gerne ein ganzes Buch machen. Inspiriert zu dieser Idee hat mich die Geschichte von der ersten Liebe, die Maria in dem Buch: Wo sich Huhn und Eule gute Nacht sagen erlebt. Diese Geschichte habe ich zum Anlass genommen, mit alten Menschen über ihre große oder erste Liebe zu sprechen, und ich bekam die wunderbarsten Geschichten zu hören. „Müsste echt mal einer aufschreiben“, dachte ich mir schon vor 2 Jahren, und so habe ich damit begonnen. Eine spannende Geschichte bekam ich von einer 94 jährigen Dame erzählt, welche im im 2. Weltkrieg spielt und tragisch endet. Dennoch ist es eine großartige Geschichte. Auch Romeo und Julia enden tragisch…

Auch den Zuhörern hat´s gefallen, als ich die Geschichte beendet hatte, war es mucks-mäuschen-still. Einem Gast lief eine Träne aus den Augenwinkeln…ich bin glücklich und dankbar, das ich berührende Geschichten schreiben darf.