Die Entscheidung für ein Studium über 50

Willkommen in meinem neuen Blog!

Wie bin ich zu der Entscheidung gelangt, mit über 50 noch einmal zu studieren?

Es fing alles an mit einem Intelligenz-Test, den  ich bei Mensa-Intelligenztest durchführte. Mit einem Ergebnis von 122 konnte ich wohl dem Mensa-Club nicht beitreten (mindest IQ 130) aber ich war aufgefordert, etwas mit diesem Ergebnis zu machen.
So begann ich einen alt gehegten Wunsch noch einmal wach zu rufen und auf Umsetzbarkeit zu prüfen: das Studium an einer Universität.

Glücklicherweise wohne ich in Hamburg und habe eine Universität in Reichweite. So begann ich meine Suche dort Studienorientierung Uni Hamburg.
Zu meiner Überraschung stellte ich fest, dass ich eine Hochschulzugangsberechtigung besaß: die Ausbildung zur Leitenden Pflegefachkraft.
Ich buchte daraufhin eine ausfühliche Beratung am campuscenter.
Die Ausbildung zur Leitenden Pflegefachkraft habe ich 2005 abgeschlossen, damit hatte ich 10 Wartesemester voll. Meine Abschlussnote war „sehr gut“ und wird somit als 1,2 gewertet.
Damit hatte ich einen Studienplatz so gut wie in der Tasche!
Nun musste ich mir noch überlegen, welches Studienfach es sein soll.
Geisteswissenschaften, das war mir sofort klar. Aber ach, da gibt es so viele interessante Angebote! Ich hörte mir Podcasts von verschiedenen Vorlesungen an und dann war es mir klar: es soll Ethnologie sein, aus dem Bereich der Kulturwissenschaften. Wer die anderen Artikel in diesem Blog gelesen hat, wird verstehen warum!
Als Nebenfach wählt ich Politikwissenschaften, aus dem gleichen Grund.
Zeitgleich begann ich nach Finanzierungsmöglichkeiten für ein Studium zu recherchieren. Es gibt eine Vielzahl von Stipendien Programmen und ich entschied mich, es hier zu versuchen: Stiftung Begabtenförderung
Nach einer Bewerbung folgte ein ausführlicher Fragebogen, und als dritte Hürde ein persönliches Gespräch mit Juroren. Dieses fand am 1.9. in einem abgelegen Tagungshotel im Westerwald statt. Ich war doch aufgeregt als ich dort war, mit ca. 100 anderen Stipendianten die im Stundentakt durch die Etagen geschleust wurden. Ich rechnete schnell quer und schloss auf ca. 800 Mitbewerber. Auf meine Nachfrage wurde dies Bestätigt. Es gibt keine Altersgrenze bei diesem Stipendium und ich war nicht die älteste Bewerberin, was mich irgendwie beruhigte. Das Ergebnis des Gespräches erhalte ich erst Mitte Oktober.

Daher stellte ich vorsorglich einen Bafög Antrag. Der ist ungefähr so umfangreich wie ein ARGE Antrag und genau so persönlich. Ich hoffe sehr, das es mit dem Stipendium klappt.
Bafög Anspruch haben über 35 jährige wenn sie aufgrund einer beruflichen Qualifikation eine Universität besuchen.

Es folgten Anmeldung an der Uni, Studienplatz Zusage und Immatrikulationsbescheid, welchen ich heute erhalten habe. Nun ist es offiziell, ich bin Studentin.