Der erste Monat als Ersti ist geschafft…..

Glücklicherweise hat eine Erkältung mich niedergestreckt, sonst käme ich nicht zum Blog-Schreiben. Meine Tage bestehen aus lernen, lernen……
Da bleibt nicht viel Zeit für anderes. Nun schmerzt der Kopf und lässt keinen Raum zum Lernen. Da passt es besser, etwas Raum im Kopf zu schaffen.
Ich habe das Letzte Mal über Einsamkeit geklagt und habe dies zum Anlass genommen, in Begegnungen zu gehen.
Ganz vorne wäre da eine Studentenparty zu nennen, an der ich letzte Woche teilgenommen habe. Ja, ich fühle mich dann immer noch wie auf einem fremden Planeten. In Zwiegesprächen ändert sich das jedoch und es macht mir Freude, die unterschiedlichsten Menschen kennenzulernen. Auch an der Uni bemühe ich mich um Kontakt zu Menschen in höheren Semestern und aus anderen Fachrichtungen. Dafür braucht es eine gehörige Portion Offenheit, und das scheine ich bei den Ethnologen richtig gelandet zu sein.
Um ein Kultur verstehen und beschreiben zu können, braucht es den „Ethnologischen Blick“.
Dieser entsteht, wenn man/frau alle Kulturen als gleichwertig empfindet, sich seines eigenen Werturteilen und Vorurteilen bewusst ist und bereit ist die Kultur von innen heraus teilnehmend zu Beobachten. In den vergangenen Vorlesungen ging es um dieses Mal und um die Geschichte der Ethnologie die sich mit Kolionialismus, Rassismus und Evolutionismus auseinandersetzen muss.
Im wissenschaftlichen Arbeiten geht es um die Anfertigungen von wissenschaftlichen Schriftstücken und eine wissenschaftliche Fragestellung. Meine Neugierde war mir hierbei nützlich, denn ich habe mich eingängig mit der Körperbemalung der Indianer am Rio Xingu beschäftigt. Dabei ist mir aufgefallen, das es zur Darstellung des Kosmos unterschiedliche Aussagen gibt. Das eine Lehrbuch sagte, die Indianer malen dien Kosmos, das andere meint, sie malen den Kosmos exact. Also was denn nun? Die Frage eignet sich für eine Hausarbeit, und so werde ich versuchen, der Sache auf den Grund zu gehen. Sowas macht mir Spaß, ist aber echt viel Arbeit, vor allem beim ersten Mal.
Dann gibt es ja auch noch die empirische Soziologie, die Mutter aller Statistiken. Da gibt es unendlich viele Worte zu lernen und ein riesen, dickes Buch zu lesen. HAMMA.
Ich fertige mir einen Haufen Lernkarten an, denn auch mein englisch ist im Moment BAD. Total aus der Übung und unendlich viele neue Worte. 95% der Ethnologischen Schriften werden auf englisch abgefasst, und so ist es an mir, die Lücken rasch zu schließen und das heißt wiederum lernen….
Dann noch um die Papiere für das Stipendium kümmern, denn ich habe seit dem 01.10. kein Geld mehr bekommen. Glücklicherweise bin ich darin geübt, mit wenig klarzukommen und ich weiß, das man Schulden zurück zahlen kann. Es macht mich sozusagen Stressresistent, dass ich viele Jahre von der ARGE abhängig war.
Ich spüre ganz deutlich, das für mich ein ganz neuer Lebensabschnitt begonnen hat. Die Veränderungen in meinem Leben reichen tief in das Private hinein. So habe ich auf einmal sehr wenig Zeit für meine Mitmenschen, da ich ständig mit Lernen beschäftigt bin. Auf meinen Jüngsten hat es auf jeden Fall einen positiven Einfluss, er macht seit dem noch fleißiger seine Hausaufgaben.

Ich habe auf jeden Fall das Gefühl, die richtige Entscheidung getroffen zu haben. Ich hoffe, dass wird ein Mut-mach-Blog.

Herzliche Grüße,

Astrid