G 20 in Hamburg oder „Das ist nicht mehr meine Stadt!“

G 20 in Hamburg

Als ich heute morgen frühstückte, meldete das Radio Krawalle am Bahnhof Altona und ein brennendes Polizei Auto. Seit gestern werden wir im 10 Minuten Takt von Hubschraubern überflogen, und es ist klar, es ist G 20 in Hamburg. Ich wohne ca. 1, 5 km vom Bahnhof Altona entfernt, und so schwang ich mich auf mein Radel, mir den Wahnsinn von Nahem anzusehen.

Durch G 20 Arbeitslos, Busfahrer in Hamburg

G 20, Überwachungshubschrauber

Als ich meinen Block verließ, traf ich zuerst ein paar arbeitslose Busfahrer.  Die Busse waren wegen dem G 20 Gipfel außer Betrieb gesetzt. Ich radelte weiter Richtung Bahnhof. Die ganze Zeit begleitete mich das fürsorgliche Gebrumm der Überwachungshubschrauber. Ich hatte mir extra was Hübsches angezogen, damit ich auf den Videos und Fotos der Hubschrauber und Polizei auch gut aussehe (ich hatte unlängst einen Medientechniker, der für die Polizei gearbeitet hatte, zu Besuch).

 

G 20, Bahnhof Altona

Am Bahnhof erwartete mich ein Großaufgebot der Polizei  und ungenutzte Absperrgitter..

 

G 20 in Hamburg Altona

von brennenden Polizeiwagen keine Spur…alles halb so wild, dachte ich und radelt weiter Richtung Große Bergstraße, die angrenzende Fußgänger- und Einkaufszone Altonas. Ich (mehr …)

Konfetti Parade 2017, ein Aktionsbündnis für Menschen mit Demenz

Konfetti Parade 2017

die rockenden Senioren bitten zum Tanz….

Heute, am 01.04.2017 startete die 3. Konfetti Parade in Hamburg! Bei diesem Marsch durch die Innenstadt, wollen wir darauf aufmerksam machen, das Menschen mit Demenz in die Mitte der Gesellschaft gehören.
Ausgedacht haben sich diese Form der Öffentlichkeitsarbeit Michael Hagedorn und Nicolas Krainhöfer von „Konfetti im Kopf“. Ein breites Bündnis von Künstlern unterstützt diese Idee. Nachfolgend werde ich sie euch vorstellen.
Ausgangspunkt für die Parade war das Ohnsorg Theater, am Hamburg Hauptbahnhof. Zum warm werden spielten die Rockenden Senioren zum Tanz auf….

Tante Woo im Gespräch

…und die ersten Künstler plauderten mit den Fans.

So mancher Zuschauer staunte da nicht schlecht, was sich da für ein bunte Truppe am Bahnhof versammelt.

Zuschauer

 

 

„Wanderausstellung“ mit Fotos von Michael Hagedorn

Konfetti Bauchladen

Dann wurden die Bauchläden verteilt

und die Fotoausstellung von Michael Hagedorn. So bekam der Begriff „Wanderausstellung“ ein ganz neues Gesicht…
Auch ich durfte ein Bild tragen und so kam es, das ich mal wieder alles gleichzeitig machen musste: tragen, fotografieren und tanzen!

Fogo do Samba

Denn die beste Samba Band Hamburgs „Fogo do Samba“

begleitete unsere Parade und sorgte für (mehr …)

Die Lesebühne im Café Kult

Ich habe schon oft in der Öffentlichkeit gelesen, aber auf einer Lesebühne zu lesen, war eine ganz neue Erfahrung.
Eine Lesebühne geht folgendermaßen: Man nehme einen schönes Café, eine Bühne oder andere freie Stelle, platziere einen Stuhl in der Mitte, und lade Autoren ein. Diese dürfen dann ihre Texte dem geneigten Café Publikum vortragen, meist steht das Thema des Abends vorher fest. In diesem Fall lautete das Thema  „Novemberblues“.
Im Café Kult in Hamburg-Langenhorn fand die Lesebühne statt, wer mitmachen wollte, musste sich eine halbe Stunde zuvor melden. Der Text sollte nicht länger als 8 Minuten sein. Es meldeten sich 2 Autorinnen an, und eine weitere Autorin führte durch den Abend. Die Dame, welche durch den Abend führte heißt Cleo Nox. So sieht sie aus, wenn sie liest:

cleo nox

Sie las eine Geschichte über eine Gestalt in den November Nebeln, die mir gut gefiel, und mich noch heute fragen lässt, wer die Gestalt in den Nebeln wohl war.

Danach folgte die König der Texte aus dem Text-Labor Bergedorf mit einem sehr persönlichen Text. Natürlich war mir die Königin sofort aufgefallen, denn sie schaut halt aus wie eine echte Königin:
Königdteste

Ich hab´sie blöderweise mit einer Prinzessin verwechselt, das fand sie gar nicht lustig.

Anschließend gab es ein wirklich tolles und lustiges (mehr …)

Senioren Flashmob 2015 in Hamburg

Heute gab es in Hamburg einen Senioren Flashmob, anlässlich des Welt-Senioren Tages. Da ich so ein Ereignis noch nicht besucht habe, war ich entsprechend neugierig, wem den so eine irre Idee in den Kopf kommt. Denn Senioren sind ja nun nicht mal die klassischen Flashmobber. Also fing ich meine kleine Befragung der anwesenden Senioren an.

Seniorenflashmob2015 1

„Wie haben Sie denn von dem Flashmob erfahren?“ war meine Frage an die Anwesenden.

Eine Dame von der Vereinigung der Zugvögel (eine Gruppe, welche sich zu regelmäßigen Ausflügen zusammenfindet) erklärte mir, das sie über den Verein Kenntnis bekommen hätte. Dann schaute sie streng und erklärte mir, so einen Flashmob gebe es doch in ganz vielen Ländern der Welt. Ob ich noch nicht davon gehört hätte? Ich verneinte beschämt.

Die nächste Dame erklärte mir, das sie über das Senioren Magazin (kurz SeMa) von der Aktion erfahren habe. Sie wolle ein Zeichen setzten, das die Senioren heute laut und bunt sind.

Seniorenflashmob2015-2

Die Dame hatte wohl das T-Shirt von Peter Runck von den rockenden Senioren studiert. „Je oller, je doller“ passte ganz hervorragend auf diese Veranstaltung.

Denn die Senioren Flashmobben nicht nur, sie tanzen auch. Zu dem Song „spark of live“. Die Choreographie zu dem Song hat dieser junge Mann von der „Tanzschule die (mehr …)

Hamburg bekennt Farbe und singt „Imagine“ von John Lennon

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Das war für mich das Bild des Tages, am 12.09.2015 auf dem Hamburger Rathausmarkt. Dort hatten sich rund 15.000 Hamburger versammelt, um gegen den Aufzug von mehreren tausend Nazis zu demonstrieren. Aufgerufen hatten die Rechtsradikalen zum „Tag der deutschen Patrioten“. Als ich den Zimmermann befragte, wie er auf den Spruch gekommen ist, erklärte er mir folgendes: Mich hat das heute morgen so aufgeregt, das die Rechten den Patriotismus für sich beanspruchen. Denn am Patriotismus is´ ja nix Schlechtes. Wir haben ein Flüchtlingsheim in der Nachbarschaft, und ich und meine Familie helfen dort. Ich gebe Deutschkurse. Und so ist es zu dem Spruch gekommen.

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Aber nicht nur der Zimmermann war kreativ, auch viele andere hatten tolle Plakat Ideen. Das Motto der Veranstaltung hieß „Hamburg bekennt Farbe“, und dieses Motto wurde von den Organisatoren und Teilnehmern sehr konkret umgesetzt.

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Das war einer dieser Momente, wo ich sehr stolz bin, das Hamburg meine Wahlheimat ist!

Ein gut gelauntes Moderatoren Paar, Maren von Alster Radio (links) und Rainer Hirsch von Radio Hamburg (rechts), führten durch die Veranstaltung und vertraten das „Radio Bündnis gegen Fremdenhass“, dem sich alle Hamburger Radiosender angeschlossen hatten. Auf die Idee eines Gastronomen aus Ottensen, der Herr in der Mitte, ist es zurückzuführen, das alle (mehr …)

Lesung im „Konfetti-Cafe“, August 2015

konfetti-headerHaben Sie sich auch schon gefragt, woher mein wunderbares Profilbild stammt? Das hat Michael Hagedorn bei meiner Lesung im „Konfetti-Cafe“ geschossen.

Und wer ist Herr Hagedorn und was ist eigentlich ein „Konfetti-Cafe“?
Also, Michael Hagedorn ist Gründer der Demenz Kampagne „Konfetti im Kopf„, welche sich für eine neue Sichtweise auf das Thema Demenz einsetzt. Und er ist ein hervorragender Fotograf, welcher unter anderem Demenz erkrankte Menschen über einen langen Zeitraum fotografisch begleitet. Weitere Infos unter:Michael Hagedorn
Teil Kampagne ist das 1 x wöchentlich stattfindende „Konfetti-Cafe“, in welchem Demenz kranke Menschen, Angehörige, Nachbarn und wer sonst so mag, zusammentreffen, um gemeinsam Kunst und Kultur zu erleben. In diesem Rahmen wurde ich gefragt, ob ich meine Geschichten von „Irmchen und Maria“ vorlesen könnte.
Damit die Lesung auch Spaß macht und begreifbar wird, habe ich Irmchen, Maria und Maximilian als Stofftiere mitgebracht, sowie einige weitere Requisiten. Michael hat die Lesung mit dem Fotoapparat begleitet und hier sind die wunderschönen Resultate:

konfetti1Irmchen in den Händen eines Verehrers…

 

konfetti4Maximilian mit Fan…

 

konfetti2alle mal die Arme recken wie Irmchen es macht, wenn Sie die Flügel spreizt…

 

konfetti3schaut mal das Foto vom alten Hühnerstall, so sah das bei uns zu Hause auch aus……

 

Konfetti6mit den Sinnen arbeiten….was ist angenehmer: Wolle oder Handtuch? Kann man sich auch mit (mehr …)

Altonale 2015

Heiß, heißer, „altonale“ 2015!

altonale1Am Wochenende 03-05.07.15 wurde in Altona die beliebte Party „altonale“ begangen. Doch dieses mal war die Party extra heiß. Lockere 35 C mussten die Besucher aushalten, und auch einige Tropfen Regen konnten den Spaß nicht trüben.

altonale2Das Schöne an Altona ist nach wie vor die Mischung der Menschen, welche dort wohnen, arbeiten und leben. Da gibt es eine kleine Reise zu den Brasilianischen Sklaven zu bestaunen, welche den Kampfsport Capoaira als Tanz tarnten. Daher gehört zu einer Capoaira Runde immer Musik mit Traditionellen Instrumenten, der Berimbau und der agogo.

altonale4Baustellen und Häuserschluchten hielten die Besucher nicht auf, sorgten aber für unverwechselbaren Altona Charm. Hier die neu erbaute „Bergspitze“.

altonale5Vor dem Neubau der Bergspitze gab es Reaggae und Ska vom Feinsten auf die Ohren. Dubtari gaben sich die Ehre, und brachten trotz tropischen Temperaturen die Menge zum Tanzen. Respekt für diese Leistung.

altonale6Auch Kunst gab es erneut zu bewundern, fertig zubereitet oder frisch inszeniert.

altonale3Wer konnte, suchte sich ein Plätzchen im Schatten, oder auf einem fliegenden Teppich. Relaxen als Gebot der Stunde.