Der erste Monat als Ersti ist geschafft…..

Glücklicherweise hat eine Erkältung mich niedergestreckt, sonst käme ich nicht zum Blog-Schreiben. Meine Tage bestehen aus lernen, lernen……
Da bleibt nicht viel Zeit für anderes. Nun schmerzt der Kopf und lässt keinen Raum zum Lernen. Da passt es besser, etwas Raum im Kopf zu schaffen.
Ich habe das Letzte Mal über Einsamkeit geklagt und habe dies zum Anlass genommen, in Begegnungen zu gehen.
Ganz vorne wäre da eine Studentenparty zu nennen, an der ich letzte Woche teilgenommen habe. Ja, ich fühle mich dann immer noch wie auf einem fremden Planeten. In Zwiegesprächen ändert sich das jedoch und es macht mir Freude, die unterschiedlichsten Menschen kennenzulernen. Auch an der Uni bemühe ich mich um Kontakt zu Menschen in höheren Semestern und aus anderen Fachrichtungen. Dafür braucht es eine gehörige Portion Offenheit, und das scheine ich bei den Ethnologen richtig gelandet zu sein.
Um ein Kultur verstehen und beschreiben zu können, braucht es den „Ethnologischen Blick“.
Dieser entsteht, wenn man/frau alle Kulturen als gleichwertig empfindet, sich seines eigenen Werturteilen und Vorurteilen bewusst ist und bereit ist die Kultur von innen heraus teilnehmend zu Beobachten. In den vergangenen Vorlesungen ging es um dieses Mal und um die Geschichte der Ethnologie die sich mit Kolionialismus, Rassismus und Evolutionismus auseinandersetzen muss.
Im (mehr …)

Nach den ersten 2 Wochen an der Uni….

…..habe ich so viele Eindrücke gewonnen, dass es mir schwer fällt diese alle hier wieder zu geben.
Also, erst mal das was oben auf liegt….ich bin ganz schön einsam an der Uni, meine Mitstudenten sind im Schnitt 20-30 Jahre jünger als ich, das scheint eine echte Hürde zu sein. Zu groß die Unterschiede in den Lebenswelten. In vielen Kursen sitzen Kontakt Studenten, die meisten sind in Rente. Als Kontakt-Studentin habe ich vor 2 Jahren auch angefangen und da war ich in beiden Kursen die Jüngste. Das Kücken zu sein hat mir gut gefallen und ich komme von Haus aus ja gut mit Senioren klar. Für mich sind 20 Jahre mehr keine große Hürde….Jedenfalls traf ich letzte Woche auf eine Kontakt-Studierende, die ihren Mann gepflegt hat, der an was erkrankt war? Genau, an Demenz. Komisch, sieht man mir das an?
Nun halte ich Ausschau nach anderen alten Menschen, damit ich auch mal Gesellschaft beim Mittagessen habe.
So nun ein paar Infos zu meinem Hauptfach Ethnologie:

Buch Bissau, Bib Kulturwissenschaften

Zu meiner Überraschung musste ich feststellen, das schon jemand in Guinea-Bissau geforscht hat. Allerdings, so würde ich es heute sagen, nicht wirklich wissenschaftlich.
In Ethnologie geht es zuerst einmal darum, einen neutralen Blick auf die (mehr …)

Aller Anfang ist schwer oder die Orientierungswoche an der Uni

Mein erster Uni Tag

begann mit einer offiziellen Begrüßung aller Studierenden der Fachschaft Kulturwissenschaften, in dem Hörsaal das Hauptgebäudes an der Edmund Siemers Allee (ESA).
Neben Ethnologen sitzen dort Archäologen, Musikhistoriker, Volkskundler, Kunst- und Kulturgeschichtler. Der Raum war pickepacke voll mit Erstsemestlern (Erstis), alle etwas nervös genauso wie ich. Ich schaute sehr oft durch den Raum, ob ich jemand gleichaltrigen entdecke, aber Fehlanzeige. Ich bin die Älteste. Kurz vor beginn der Veranstaltung setzt sich noch eine ältere Frau zu den Ethnologen. Ich schaue sie an, sie mich, kurzes Lächeln, dann beginnt die Begrüßung. Alle Gruppen bekommen zwei Tutoren zugeteilt und anschließend geht es ab, ins Fachschaftsgebäude.
Unser Haus ist sehr schön, denn es wachsen Bäume darin. So schaut es aus:

Fachschaftsgebäude Kulturwissenschaften

Es liegt an der Edmund Siemers Alle im Flügelgebäude West und heißt somit ESA W.
Wir wurden in einen recht großen Unterrichtsraum geführt, der mit 50 angehenden Ethnologen komplett überfüllt war. Wir bekamen den Stundenplan für die Orientierungswoche (OE) und begannen mit den ersten Kennenlernspielen. Das hörte sich interessant an, was meine neuen Kollegen (Kommilitonen) zu sagen hatten, auch wenn Sie alle so viel jünger sind als ich.

Ich gebe zu, an diesem ersten Tag fühlte ich mich wie auf dem Mars (mehr …)

Der erste Tag als Ersti

Das war er nun also, mein erster Tag als Erstsemester an der Universität Hamburg.
Heute ging es mit einem Seminar los: Studieren ohne Abitur!
Bei diesem Seminar treffen sich die Menschen, welche über eine berufliche Qualifikation oder eine Eignungsprüfung ihre Hochschulzugangsberechtigung bekommen haben. Also Erwachsene Menschen mit beruflicher und privater Lebenserfahrung. Und diese Menschen wollte ich gerne kennen lernen. Um es vorweg zu nehmen, ja ich bin der einzige Ersti über 50. Werde aber dich gefolgt von einer 49 jährigen Goldschmiedin. Gefühlt die Hälfte der Seminarteilnehmer/innen sind gelernte Erzieher/innen. Und einen Haufen angehende Lehrer und Sozialökonome gibt es auch. Aber auch Philosophen, Physiker und andere Studienfächer. Ethnologen leider keine, außer mir.
Wir begannen mit der obligatorischen Vorstellungsrunde, welche wirklich interessant war. Im Anschluss ging es darum ob Studium Weg oder Ziel ist, und für viele von uns ist es die logische Fortsetzung unseres Lebensweges. Zu diesem Thema haben wir uns in Gruppen aufgeteilt um verschiedene Fragestellungen zu erörtern. So ging es auch sehr darum, warum und wieso wir zu diesem Zeitpunkt studieren und was wir uns von dem Studium erhoffen.
Ich überrasche mich gerne selbst und musste feststellen, das ein weiterer Ausbau meines Selbstbewusstseins ein erhofftes Ziel ist, sowie Selbstverwirklichung. Mein Kollege aus der Physik (mehr …)

Die Entscheidung für ein Studium über 50

Willkommen in meinem neuen Blog!

Wie bin ich zu der Entscheidung gelangt, mit über 50 noch einmal zu studieren?

Es fing alles an mit einem Intelligenz-Test, den  ich bei Mensa-Intelligenztest durchführte. Mit einem Ergebnis von 122 konnte ich wohl dem Mensa-Club nicht beitreten (mindest IQ 130) aber ich war aufgefordert, etwas mit diesem Ergebnis zu machen.
So begann ich einen alt gehegten Wunsch noch einmal wach zu rufen und auf Umsetzbarkeit zu prüfen: das Studium an einer Universität.

Glücklicherweise wohne ich in Hamburg und habe eine Universität in Reichweite. So begann ich meine Suche dort Studienorientierung Uni Hamburg.
Zu meiner Überraschung stellte ich fest, dass ich eine Hochschulzugangsberechtigung besaß: die Ausbildung zur Leitenden Pflegefachkraft.
Ich buchte daraufhin eine ausfühliche Beratung am campuscenter.
Die Ausbildung zur Leitenden Pflegefachkraft habe ich 2005 abgeschlossen, damit hatte ich 10 Wartesemester voll. Meine Abschlussnote war „sehr gut“ und wird somit als 1,2 gewertet.
Damit hatte ich einen Studienplatz so gut wie in der Tasche!
Nun musste ich mir noch überlegen, welches Studienfach es sein soll.
Geisteswissenschaften, das war mir sofort klar. Aber ach, da gibt es so viele interessante Angebote! Ich hörte mir Podcasts von verschiedenen Vorlesungen an und dann war es mir klar: es soll Ethnologie sein, aus dem Bereich der Kulturwissenschaften. Wer die anderen Artikel in diesem Blog (mehr …)

G 20 in Hamburg oder „Das ist nicht mehr meine Stadt!“

G 20 in Hamburg

Als ich heute morgen frühstückte, meldete das Radio Krawalle am Bahnhof Altona und ein brennendes Polizei Auto. Seit gestern werden wir im 10 Minuten Takt von Hubschraubern überflogen, und es ist klar, es ist G 20 in Hamburg. Ich wohne ca. 1, 5 km vom Bahnhof Altona entfernt, und so schwang ich mich auf mein Radel, mir den Wahnsinn von Nahem anzusehen.

Durch G 20 Arbeitslos, Busfahrer in Hamburg

G 20, Überwachungshubschrauber

Als ich meinen Block verließ, traf ich zuerst ein paar arbeitslose Busfahrer.  Die Busse waren wegen dem G 20 Gipfel außer Betrieb gesetzt. Ich radelte weiter Richtung Bahnhof. Die ganze Zeit begleitete mich das fürsorgliche Gebrumm der Überwachungshubschrauber. Ich hatte mir extra was Hübsches angezogen, damit ich auf den Videos und Fotos der Hubschrauber und Polizei auch gut aussehe (ich hatte unlängst einen Medientechniker, der für die Polizei gearbeitet hatte, zu Besuch).

 

G 20, Bahnhof Altona

Am Bahnhof erwartete mich ein Großaufgebot der Polizei  und ungenutzte Absperrgitter..

 

G 20 in Hamburg Altona

von brennenden Polizeiwagen keine Spur…alles halb so wild, dachte ich und radelt weiter Richtung Große Bergstraße, die angrenzende Fußgänger- und Einkaufszone Altonas. Ich (mehr …)

Konfetti Parade 2017, ein Aktionsbündnis für Menschen mit Demenz

Konfetti Parade 2017

die rockenden Senioren bitten zum Tanz….

Heute, am 01.04.2017 startete die 3. Konfetti Parade in Hamburg! Bei diesem Marsch durch die Innenstadt, wollen wir darauf aufmerksam machen, das Menschen mit Demenz in die Mitte der Gesellschaft gehören.
Ausgedacht haben sich diese Form der Öffentlichkeitsarbeit Michael Hagedorn und Nikolai Kreinhöfer von „Konfetti im Kopf“. Ein breites Bündnis von Künstlern unterstützt diese Idee. Nachfolgend werde ich sie euch vorstellen.
Ausgangspunkt für die Parade war das Ohnsorg Theater, am Hamburg Hauptbahnhof. Zum warm werden spielten die Rockenden Senioren zum Tanz auf….

Tante Woo im Gespräch

…und die ersten Künstler plauderten mit den Fans.

So mancher Zuschauer staunte da nicht schlecht, was sich da für ein bunte Truppe am Bahnhof versammelt.

Zuschauer

 

 

„Wanderausstellung“ mit Fotos von Michael Hagedorn

Konfetti Bauchladen

Dann wurden die Bauchläden verteilt

und die Fotoausstellung von Michael Hagedorn. So bekam der Begriff „Wanderausstellung“ ein ganz neues Gesicht…
Auch ich durfte ein Bild tragen und so kam es, das ich mal wieder alles gleichzeitig machen musste: tragen, fotografieren und tanzen!

Fogo do Samba

Denn die beste Samba Band Hamburgs „Fogo do Samba“

begleitete unsere Parade und sorgte für (mehr …)

Einladung zur Vernissage in der Bücherhalle Alstertal

Kommen Sie mit, auf eine Reise durch West Afrika
Einladung zu der Vernissage der Autorin und Künstlerin Astrid McCornell,
 am Samstag den 01.07.2017, um 13:00 Uhr,
in der Bücherhalle Alstertal, Heegbarg 22, 22391 Hamburg

Erleben Sie faszinierende Natur Fotografien, Ausdruck starke Portraits der Landes Bewohner und den Alltag eines afrikanischen Dorfes. Die Bilder halten Momente von seltener Schönheit fest und sind voller Witz und Ausdruckskraft.

Bekannt geworden ist die Autorin Astrid McCornell mit den phantasievollen Büchern von Huhn und Eule, „Wo Huhn und Eule sich gute Nacht sagen“ erschienen 2014, und „wenn Huhn und Eule in die Ferne schweifen“ erschien 2015, beide im Ernst Reinhardt Verlag, München. Seit 2016 sind beide Bücher auch als Hörbuch erhältlich, die bekannte Schauspielerin Gaby Dohm lieh Huhn und Eule ihre Stimme. Seit 2013  hält Frau McCornell Vorträge, schreibt Artikel für Zeitschriften und berichtet über ihre Reisen in ihrem Blog.  Ebenfalls besuchte sie ein Grundlagen Kurs in Fotografie und entdeckte eine neue Leidenschaft.
Eine 3 monatige Reise, im Jahre 2016, mit dem Wohnmobil von Hamburg nach West Afrika, hielt die Autorin in Bildern und Worten auf ihrem Blog fest. www.toleranz-manufaktur.com/blog

Tief beeindruckt von unserem Nachbar Kontinent begann Frau McCornell mit Foto Vorträgen über die Reise, und stellte 2016 erstmals die schönsten  Bilder der (mehr …)

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